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KfKA besucht das Waisenhaus Tilerane in Lilongwe

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Rede von Nina Eggerath, am Montag, den 2.02.2009.

Dank für die Möglichkeit für uns alle, zusammen zu kommen. Es ist eine Ehre, heute hier im Waisenhaus Tilerane zu sein. Besonders bedeutungsvoll ist die Zusammenarbeit des Lilongwe Wildlife Centers und des Teams des Tilerane Waisenhauses, wodurch dieser Tag für die Kinder ermöglicht wurde. Zuerst möchte mich vorstellen: Mein Name ist Nina Eggerath und ich arbeite für eine kleine Organisation aus Deutschland „Kids für Kids in Afrika“. KfKA und wurde vor einigen Monaten auf einem einfachen aber schönen Gedanken gegründet: Nicht Erwachsene, sondern Kinder senden Hilfe von Deutschland, es sind die Kinder, die anderen Kindern helfen.

Die Kinder aus Deutschland, genauer aus Bad Königshofen, sammelten Geld und spendeten ihre eigenen Spielsachen für Kinder in Malawi. Um zu verstehen was das Besondere an 'Kids for Kids in Africa' ist, muss man wissen, wie diese Organisation entstanden ist. Unsere Inspiration hinter dem Ganzen ist eine 78- jährige Kindergärtnerin, namens Maria Löwigt. Sie ist aus meiner Heimatstadt Bad Königshofen in Deutschland. Maria hat ein großes Herz und kümmert sich sehr um arme Kinder in Afrika. Sie hat ihr ganzes Leben für Kinder gelebt, organisierte Geld und Spielsachen für Kinder in Not. Doch eines Tag wurde Maria sehr krank und wurde im Laufe der Zeit völlig blind. Ihre Krankheit zwang sie, ihr Leben völlig zu ändern und weil sie ihre Unabhängigkeit verlor, musste sie aufhören, den Kindern zu helfen, wie sie es zuvor getan hatte. Da betete sie zu Gott und bat ihn, ihr das Augenlicht wieder zu geben. Sie versprach, dann nur noch für arme, hungernde und blinde Kinder da zu.

Als sie am nächsten Tag erwachte, konnte sie es nicht glauben. Sie hatte ihr Augenlicht wieder. Sie war Gott so dankbar, dass sie ihr Versprechen sofort wahr machte und seit diesem Tag sammelt sie mit den Kindern aus Bad Königshofen Geld für arme, hungernde und blinde Kinder. Maria probt mit den Kinder in Deutschland Theaterstücke ein, die Kinder singen Lieder und verkleiden sich an Weihnachten als Engel, Maria und Josef und spielen in der Öffentlichkeit, sowie bei verschiedenen Veranstaltungen, die Weihnachtsgeschichte nach. Zu Ostern verkleiden sich die Kinder als Osterhasen und ersingen so auch viele Spenden. Und weil Marias Kinder so schön singen und Theater spielen, sind die Menschen sehr gerührt und spenden gerne Geld.

Dadurch, dass ich selbst vor einigen Jahren als Kind ein Engel bei Maria war und auch damals Spenden für arme Kinder gesammelt habe, kamen Maria und mir vor einiger Zeit die Idee, wir könnten auch Kindern in meinem geliebten Malawi helfen. Von dem Geld, das die Kinder in Deutschland für die Kinder in Malawi gesammelt haben, wurden Kleider und Schuhe für diese Kinder von 'Tilerane Orphan Care' gekauft. Und wir können ihnen für ein Jahr das Schulgeld und Essen ermöglichen.

So bekommen die Kinder von den Spenden, dass was sie am nötigsten brauchen.

Die Kinder in Deutschland haben auch einige Bilder gemalt und ein besonderes Spiel gebastelt. Es heißt Memory und ist ein Kartenspiel, das die Konzentration und Aufmerksamkeit der Kinder fördert. Auch viele Kinder in Deutschland spielen es. Maria Löwigt hat mit den Kindern zusammen viele dieser Spiele, bis in de Nächte hinein, selbst hergestellt. Die Kinder können es in größeren Gruppen zusammen spielen. Wir werden nachher noch genau erklären wie dieses Spiel funktioniert.

Eine weitere Idee ist es, die von den Kindern von 'Tilerane Orphan Care' selbst gebastelten Anhänger mit nach Deutschland zu nehmen und dort zu verkaufen um weitere Spenden zu sammeln. Es wäre wieder etwas von Kindern und zwar diesmal von den Kindern aus Malawi. Eine andere Möglichkeit wäre es, wenn in der Zukunft die Kinder von 'Tilerane Orphan Care' auch Lieder einstudieren oder kleine Theaterstücke in der Öffentlichkeit oder bei Veranstaltungen aufführen würden, wie die Kinder in Deutschland. Denn auch hier gibt es genug Menschen, die so etwas begeistern würde. Die Kinder in Deutschland sangen und spielten aber nicht nur Theater oder bastelten eigene Spiele. Das Besondere ist, dass sie sogar ihre eigenen Spielsachen hergaben, mit dem Gedanken, dass es in Malawi Kinder gibt, die diese Spielsachen viel nötiger haben als sie oder vielleicht sogar gar keine Spielsachen haben. Bei den gespendeten Spielsachen sind auch viele Bücher, Blöcke und Stifte dabei. Sachen, die die Kinder gut für die Schule gebrauchen können. Doch die Spielsachen sind das persönlichste Geschenk von allen heute. Die Kinder hier im Waisenhaus „Tilerane Orphan Care" haben jetzt Freunde in Deutschland. Dieser Teddybär hier zum Beispiel hat einem kleinen Mädchen namens Alina in Deutschland gehört, die jetzt glücklicher mit dem Gedanken ist, dass ihr geliebter Teddybär einem neuen Kind in Malawi gehören wird. Etwas ganz Eigenes und Geliebtes weiter zu geben ist das schönste Geschenk, das die Kinder aus Deutschland machen konnten. Gesten wie diese, bringen die Kinder näher zusammen, verbinden die Völker, es lässt uns alle fühlen, dass wir für einander da sind, ganz egal, ob zwischen den unserer beider Länder mehr als 7000 Kilometer sind. 

Ich hoffe, dass das der Anfang war und wir auch in Zukunft gemeinsam etwas bewirken können. Ich glaube, dass wir uns auf die Kinder konzentrieren sollten. Kinder sind häufig die verletzbarsten Mitglieder der Gesellschaft, ohne ökonomische oder politische Stellung. Jedoch stellen Kinder auch die Zukunft und die Hoffnung der Gemeinschaft dar. KfKAs spezifischer Auftrag ist, die Notwendigkeiten der ärmsten Kinder anzusprechen. Wir wissen auch, dass es einen entscheidenden Spielraum für Gesundheit der Kinder gibt. Wenn wir die Kinder besonders unter den ersten fünf Lebensjahren schützen können, werden sie besser in der Schule lernen, sind gesünder für den Rest ihres Lebens, haben selbst gesündere Kinder, und sind besser in der Lage, zu ihrer Gemeinschaft und ihrem Land beizutragen. Solange wir die Kinder erziehen und gute Grundregeln vermitteln, können sie sein, was auch immer sie sein wollen. Wenn wir unseren Kindern keine Zukunft geben, haben wir unsere Gegenwart verspielt. Hoffnungslosigkeit ist die größte Quelle von Gewalt. Es ist ein Teufelskreis, den wir durchbrechen können. Zusammen können wir es möglich machen, Lösungen finden, die Hindernisse überwinden und eine bessere Zukunft schaffen, eine Zukunft- in der Kinder das Leben in der ganzen Fülle erfahren können. 

Ich freue mich auf Ihre Fragen und Anmerkungen. 

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Aktualisiert am Montag, 16. März 2009 um 16:44  
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Schlagzeilen

Am Montag, den 02.Februar.2009 war so etwas wie ein Feiertag für die 600 Kinder des Waisenhauses Tilerane in Lilongwe, Malawi Süd-Ost-Afrika. Die junge Organisation: „Kids for Kids in Africa“ übergab dem Waisenhaus für insgesamt 600 Kinder Kleidung, Schuhe, Spielzeug, Blöcke, Stifte und auch Bücher. Dadurch dass die Kinder mit ihren Betreuern 400 Anhänger aus kleinen Perlen mit der Aids- Schleife und der Malawischen Flagge gebastelt hatten, konnte ich dem Waisenhaus diese abkaufen und so zusätzlich noch für die Kinder für ein Jahr Schulgeld und Essen, das dort hauptsächlich aus Maisbrei, dem Nsima, besteht, finanzieren.

Mit meinem nach westlichem Denken wenigen Geld hatte ich durch gute Beziehung und gezielter Überredung die Kleidung, die Schuhe und andere Dinge mit einem großen Rabatt in Lilongwe erworben. So war es mir möglich mit diesen wenigen Spenden alles zu bekommen, was die Kinder für ein Jahr brauchten. Inzwischen hatte sich mein großes Engagement überall herumgesprochen und die Zeitungen waren auch darauf aufmerksam geworden.